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Samstag, 3. Oktober 2015

Entrümpeln im September



Hallo Zusammen,

für den September stand das Schlafzimmer auf meinem Plan. Ich habe lange überlegt ob ich das tatsächlich machen sollte – wegen dem Kleiderschrank. Ich wusste nicht, ob ich es schaffe, diesen mal zu entrümpeln. Aber ab und zu muss man sich auch selber dazu anhalten Herausforderungen anzunehmen und diese zu bewältigen.

Und diesen Monat kam mir doch der Zufall zu Hilfe. Bei uns im Büro wurde für das Flüchtlingslager vor Ort gesammelt. Ich habe alles was noch vom Küche entrümpeln im Karton bei uns stand gespendet und habe mich dann ein Wochenende mit meinen Kleiderschrank beschäftigt. Bepackt mit blauen Müllsäcken stand ich dann vor dem Schrank.

Zunächst habe ich mir mal die Kleiderbügel vorgenommen, die bisher immer noch in der verkehrten Richtung  an der Stange hingen. Diese waren ja der Beweis, dass ich sie in der letzten Zeit nicht getragen hatte.  Da fiel es mir noch einigermaßen leicht das ein oder andere gute Stück rauszunehmen.

Danach kamen die Hosenstapel an die Reihe.  Ich habe einen ganzen Stapel mit Hosen im Schrank gehabt, die mir früher mal gepasst haben und heute leider zu eng sind. Aber wie das so ist, man möchte ja gerne mal ein paar Kilos verlieren und dann könnten die Hosen ja wieder passen! 

So ein Blödsinn!! 

Wenn ich es tatsächlich mal schaffen werde die Kilos abzunehmen, dann werde ich mir definitiv NEUE Hosen kaufen – denn das habe ich mir dann verdient!! Ja, das bin ich mir dann wert!

Also alles was nicht mehr passt in den blauen Sack :)

Genauso ging es bei den Oberteilen weiter. Obwohl ich da schon sehr viel abgegeben hatte, waren auch hier noch ein paar dabei, die ich nicht mehr tragen werde.

Und die Röcke? Ich habe nicht mehr viel Röcke gehabt, da ich in den letzten Jahren kaum noch Röcke getragen habe. Also blieben nur noch drei im Schrank, der Rest kam weg. Die drei habe ich letzten Sommer noch angehabt, die dürfen mich im nächsten Sommer noch weiter begleiten.

Und dann noch die Jacken. Auch da hat sich einiges angesammelt gehabt und verstaubte nur noch im Schrank. 

Und das Ergebnis? Zwei blaue Müllsäcke voll mit Sachen.
4 Pullis
9 Shirts
2 Röcke
11 Hosen
1 Mütze
1 Paar neue Socken (in braun – ziehe ich nie an)
1 Halstuch
4 Blusen
3 Sommerjacken
1 Lederjacke mit Fell
1 Regenjacke
3 Paar selbstgestrickte, ungetragene Socken

Und weil nicht nur Kleidung, sondern auch Badartikel gespendet werden konnten, habe ich direkt im Vorratsschrank weitergemacht und alles überflüssige Duschgel, Seifen, Shampoos, etc. in einen großen Beutel gepackt.

Ich habe sicher nicht konsequent entrümpelt und ganz sicher sind noch viele Teile darin, die ich nicht mehr anziehen werde – aber ich habe auch sehr viel rausgenommen.

Die Entscheidung zu treffen – ja oder nein – ist doch sehr schwer. Ich denke, dass gerade am Anfang diese Entscheidung noch viel schlimmer ist, als in ein paar Monaten. Und ich stehe noch am Anfang. Leicht fiel es mir bei einigen Sachen, weil ich wusste, es wandert nicht in den Müll. Es ist direkt vor Ort abgegeben worden und es wurde alles freudestrahlend in Empfang genommen. 

Und nun? Nun geht es weiter. Mit dem Kleiderschrank bin ich noch lange nicht fertig. Nach und nach wird sicher noch einiges aussortiert. Vor allem werde ich die Regel befolgen – ein Teil rein, ein Teil raus. 

Ich merke, dass ich mich besser fühle mit dem aufgeräumten Kleiderschrank, wo auch noch Luft ist bis zum nächsten Regalboden. Ich muss nichts mehr reinquetschen nach dem Bügeln. Ich habe Platz es schön ordentlich abzulegen. 

Und auch die ganzen Hosen schauen mich nicht mehr vorwurfsvoll an und erinnern mich daran, dass ich endlich abnehmen muss :)

Und im Oktober? Da kommen die Badezimmer dran – mit allen Ablagen und Wandschränken, Vorräten und Handtüchern, Badematten etc. Mal sehen, was sich da so angesammelt hat.

Ja, es geht mir echt gut damit. Ich fühle mich freier und der Druck ist weg. Es sieht alles ordentlicher aus - so wie ich es eigentlich auch schon Jahre gewollt, aber nicht geschafft habe.

Und es geht weiter :)

Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende,
liebe Grüße Ute

Donnerstag, 3. September 2015

Entrümpeln Küche und Menüplan



Hallo Zusammen,
letzten Monat habe ich meine Küche entrümpelt und mir ein paar Gedanken zur besseren Organisation gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass sich in der Küche im ersten Jahr in diesem Haus doch schon wieder einiges angesammelt hatte. 

Aber nun sind einige Fächer in den Küchenschränken leer geworden und sollen es auch bleiben. Es ist einiges umgeräumt und verbessert worden – meine Vorräte sind nun übersichtlicher sortiert, die ganzen Plastikschüsseln fliegen nicht mehr im Schrank herum und natürlich habe ich auch meine Gewürze sortiert (Fotos folgen).

Aber ich habe nicht nur die Schränke umgeräumt, sondern auch versucht das Kochen und Einkaufen in den Griff zu bekommen. Bei uns gibt es nun einen Menüplan für die ganze Woche. Dieser wird jeden Freitag erstellt, bevor wir einkaufen gehen:



Gleichzeitig mit dem Menüplan werden die Rezepte rausgesucht und die Zutaten aufgeschrieben. Sobald der Menüplan steht, werden die Zutaten kontrolliert – welche habe ich schon und welche muss ich besorgen? 
Alles was ich besorgen muss, kommt direkt auf den Einkaufszettel – sortiert nach Obst/Gemüse; Kühlung; Fleisch; TK und Sonstiges – damit im Laden auch der Einkauf organisierter ablaufen kann.
Ich benutze diesen Menüplan jetzt seit Anfang August und es klappt super damit. Ich habe in der linken Spalte die Gerichte stehen, sortiert nach morgens, mittags und abends. In der rechten Spalte schreibe ich mir Notizen, an was ich denken muss. Beispiel aus diesem Menüplan: Am Sonntagmorgen muss ich die Hähnchenbrust auftauen, damit ich sie am Abend zubereiten kann und Sonntagabend muss ich den Brokkolisalat für den Montag vorbereiten.

Das Kochen und Einkaufen habe ich nun im Griff :)

Und die Küche sonst? Leer geworden ist sie halt und es ist auch gut so. Außer allen doppelten Kellen, Pfannenwender usw. ist auch viel Plastikverpackung verschwunden und auch bei den Backutensilien habe ich vieles ausgeräumt. 
Ebenfalls haben wir uns davon getrennt ein gutes und ein Küchen-Geschirr zu haben. Kennt Ihr das auch? In der Küche hat man immer das Alltags-Geschirr und im Wohnzimmer immer das Gute für die Gäste. 
Nun, bei uns gibt es das nicht mehr. Unser gutes Geschirr muss nun auch den Alltag überstehen. Ich fand es eh immer blöd, dass man soviel Geld für ein gutes Geschirr ausgibt und es dann nur im Schrank stehen hat. Irgendwann ist man tot und die Erben schmeißen das Geschirr eh nur weg :)

Aussortiert habe ich auch zig Gläser und Kaffeepötte. Die meisten stehen auch da nur im Schrank rum. Da wir einen Geschirrspüler haben, der nur 2, höchstens 3mal die Woche läuft, sind also im Schnitt 6 Kaffeepötte oder Gläser im Gebrauch. Wozu also 20 oder mehr Tassen und Gläser im Schrank haben? 
Ich habe mich eh immer nur darüber geärgert, wenn die Schränke ausgewischt werden, dass man alles immer ausräumen und hinterher einräumen muss - Geschirr, was man das ganze Jahr nicht gebraucht hatte. Nun ist es hoffentlich damit vorbei und ich werde mich immer wieder kontrollieren, dass ich ja nicht mehr anfange alles zu sammeln ...

Ich wünsche Euch einen schönen Tag,
liebe Grüße Ute

Donnerstag, 13. August 2015

Die Vorratsschublade

Hallo Zusammen,

ich habe im Küchenschrank eine Schublade für allerlei Dosen und Gläser mit Lebensmitteln. Was mich schon immer gestört hat, ist, dass man nicht sieht was in den Dosen ist wenn man die Schublade aufmacht.

Es schaut so aus:


Wenn ich Champignons gesucht habe musste ich jede Dose in die Hand nehme bis ich endlich die Richtige gefunden habe. Das nervt !!

Also musste eine Lösung her.

Gefunden habe ich eine, die nicht optimal ist, aber erstmal funktioniert :)
Ich habe vor Jahren mal zwei Pakete Aufkleber gekauft, die die Größe einer DIN A5 Seite haben. Ich habe bisher keinen einzigen dieser Aufkleber benötigt - ich weiß nicht mal mehr warum ich die gekauft habe. Diese Aufkleber habe ich jetzt kleingeschnitten, mit Inhalt und MHD des Doseninhaltes beschrieben und auf die Dose geklebt.

Nun sehe ich direkt beim Öffnen der Schublade was in den Dosen ist. Der Arbeitsaufwand war einmalig natürlich größer, aber bei den einzelnen Einkäufen kommen immer nur 1-2 neue Dosen in die Schublade, so dass es überschaubar ist.

Und so schaut es jetzt aus:
Vorn links in der weißen Kiste stehen die Vorräte, die bis Ende des Jahres ablaufen und deshalb jetzt schnell verbraucht werden müssen :)

Ich bin zwar immer noch auf der Suche nach einer optimaleren Lösung, aber für den Anfang reicht mir auch diese. Und Aufkleber habe ich noch genug für die nächsten Jahre ...

Ich wünsche Euch einen schönen Tag,
liebe Grüße Ute



Mittwoch, 22. Juli 2015

Entrümpeln - ein Zwischenbericht für den Juli

Hallo Zusammen,

der Juli ist fast zu ende - kann man das eigentlich schon sagen? Oder besser er neigt sich dem Ende zu :)
Meine Entrümpelungsaktion läuft sehr gut und ich habe meinen Masterplan für diesen Monat sogar schon erfüllt - mit dem Wohnzimmer bin ich fertig.
Letztes Wochenende habe ich den letzten Schrank aufgeräumt, entrümpelt und neu einsortiert. Dafür musste ich schon in den August (Küche) mit anfangen. Der letzte Schrank in unserem Wohnzimmer war für mich der Wandschrank. Da haben wir im oberen Bereich unseren Vorrat stehen mit Dosen und Trockenwaren, wie Reise, Hülsenfrüchte, etc.
Im unteren Bereich sind die Anschlüsse für die Fußbodenheizung. Dadurch ist es in dem Schrank immer leicht warm und ich konnte keine frischen Sachen wie Brot oder meine Backzutaten mit der Kuverüre hineinlegen.

Dafür musste ich einen zweiten Platz in der Küche schaffen und das hat mich immer genervt. Ich wollte meinen Vorrat an einem Ort haben und deshalb habe ich nun aus der Küche die ganzen Plastikschüsseln und meine Backformen etc. in den Wandschrank geräumt und die Vorräte in den Küchenschrank.

Ebenfalls hatte mich im "Plastikschrank" immer gestört, dass alle Deckel und die ganzen kleineren Dosen immer völlig durcheinander waren. Es gab keine richtige Ordnung in den Schubladen.
Das Problem habe ich nun gelöst. Wir waren bei dem großen schwedischen Möbelhaus und haben uns ein paar von diesen tollen weißen Kisten geholt und dort die Kleinteile einsortiert. Das bringt richtig Ordnung in den Schrank und vor allem hat nun alles seinen Platz!




Und ganz wichtig für meine Entrümpelungsaktion - es gibt in jedem einzelnen Schrank auch wieder Platz. Es gibt Fächer oder Schubladen, die komplett leer sind. Und nein, ich möchte sie nicht wieder mit neuen Sachen füllen :). Damit das auch nicht geschieht bin ich gestern nochmal durch alle Schränke gegangen und habe noch ein wenig umgeräumt.
Jetzt ist zwar überall wieder etwas drin, aber sehr übersichtlich und überschaubar. Nichts mehr übereinander gestapelt und zusammen gedrängt, sondern schön einzeln und frei.

Und zum Schluss möchte ich Euch natürlich auch nicht meinen Entrümpelungserfolg in Zahlen vorenthalten: Ich habe 40 Teile entrümpelt (verkauft, vertauscht, verschenkt oder entsorgt)

Okay, für ein großes Wohnzimmer sicher nicht viel, aber dafür, dass wir erst im Oktober letztes Jahr in das Haus gezogen sind und vorher auch schon sehr viel entrümpelt hatten, hatte sich doch wieder zu viel angesammelt.

Und ich werde auf jeden Fall darauf achten, dass sich nichts mehr ansammeln wird.

Und Ihr? Entrümpelt Ihr auch? Oder habt Ihr ultimative Aufräumtipps?

Ich beschäftige mich dann schon mal mit dem August - der Küche. Hier werde ich als erstes einmal schauen, ob ich mir die wöchentlichen Essens- und Einkaufspläne nicht etwas erleichtern kann :)

Euch wünsche ich noch eine schöne Restwoche - die Sonne kommt ja nun zurück,
liebe Grüße Ute


Donnerstag, 9. Juli 2015

Entrümpeln: Der Masterplan - die Organisation steht

Hallo Zusammen,

ich hatte ja letztens schon von meinen Zielen beim Entrümpeln berichtet und da ich nicht der Typ bin, der einfach mal so loslegt, sondern immer einen Plan braucht, habe ich mir natürlich auch einen Plan gemacht.

Im Juli starte ich mit dem Wohnzimmer. Die anderen Zimmer sind auch schon auf die Monate verteilt.

Unter Sonstiges stehen Zimmer, die keinen Monat benötigen werden, sondern sehr schnell gehen. Teilweise wahrscheinlich sogar in zwei bis drei Stunden.
Diese Zimmer werde ich einfach mal in einem Monat anhängen, wenn ich mit der Hauptaufgabe durch bin :)

Die Monate sind verteilt und gestern Abend ging es dann mit dem Wohnzimmer los. Ich habe mir eine Ecke ausgesucht und werde nun von dort aus Schrank für Schrank ausmisten.

Auf der rechten Seite stehen die einzelnen Fächer bzw. Schubladen. Es gibt vorn ein Feld, wo ich abhaken kann wenn ich diesen Teil erledigt habe und darunter die Zeile, was passiert ist: nur umgeräumt und sauber gemacht oder was aussortiert wurde.

Auf der linken Seite notiere ich mir die einzelnen Teile und was damit passiert. Ich habe gestern 16 DVDs ausgemistet - drei habe ich schon notiert. Diese werden entweder verkauft, vertauscht, verschenkt oder wandern ins Bücherlager (Ankauf von Büchern, Filmen, etc).

Mit dem Buch arbeite ich mich nun durch das ganze Haus und wenn alles klappt bin ich Ende des Jahres fertig :)

Die meiste Arbeit wird sicher die Küche und das Schlafzimmer sein. Beim Kleiderschrank werde ich hoffentlich bis zum September schon eine Tendenz an den Kleiderbügeln sehen. Es sollte zumindest bei den Sommersachen schon zu sehen sein :)

Und heute Abend werde ich nicht entrümpeln sondern seit langer Zeit mal wieder versuchen zu laufen. Mein Knie macht immer noch Probleme, ich habe die Kniescheibe verschoben und muss nun mit einer Manschette sporteln. Mal schauen ob das klappt - ich hoffe es.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag,
liebe Grüße Ute


Sonntag, 5. Juli 2015

Entrümpeln und Ziele

Hallo Zusammen,

meine Entrümpelungsaktion ist diese Woche sehr erfolgreich gewesen. Ich habe insgesamt 108 Teile entsorgt - ok, dabei waren auch ein Stapel Zeitschriften und Postkarten und 25 CD-Hüllen. Wieso horte ich eigentlich CD-Hüllen (leere wohlgemerkt) - ich habe noch nie eine gebraucht.
Außerdem habe ich die Bücher oder Hörbücher, die ich gelesen bzw. gehört habe, auch direkt weggegeben. Im Kleiderschrank sind weitere vier Teile verschwunden, langsam und mühselig zwar, aber ein Erfolg ist da :)

Nun bin ich ja doch ziemlich planlos an die Sache gegangen und das nervt ein wenig. Ich brauche immer ein paar Grundregeln und Ziele, damit ich nicht zwischendurch einfach mal aufgebe.

Deshalb gibt es bei mir nun ein paar Regeln - erstmal bis Ende des Jahres:

1. Ich werde mich jeden Monat intensiv mit einem Raum beschäftigen und hier alle Schränke, Schubladen und Ablageflächen entrümpeln.

2. Es gibt ein Krempel-Kauf-Verbot!
Also es gibt keine Nippes, Deko oder sonstiges. Es kommt nichts neues ins Haus außer es wird tatsächlich benötigt. Dazu werde ich eine Liste anlegen, wo ich alles aufschreibe, was ich kaufen möchte. Es wird natürlich nicht sofort gekauft, sondern bleibt erstmal einige Zeit (so 2-3 Wochen) auf der Liste stehen und wenn ich dann immer noch denke, dass es wichtig ist, wird es gekauft.

3. Und es gibt ein Krempel-Ecken-Horte-Verbot!
Jeder hat so seine Ecken oder Plätze wo er seinen Krempel hortet. Ein Platz bei uns ist zB der Esstisch. Da legen wir alles ab, wenn wir reinkommen - Post, Schlüssel, Zeitungen, etc. Das muss nun direkt weggeräumt werden.
Wir haben nun nur noch eine ganz bestimmte Schublade, wo wir Dinge hinräumen für die wir keinen andern Platz gefunden haben und diese Schublade wird von nun an regelmäßig aufgeräumt!

4. Es gibt ein Internet-Bestell-Verbot!
Ja, mein Klickfinger bekommt eine Pause verordnet :)
Es ist aber auch so leicht, mal eben etwas zu bestellen. Gerade gesehen und ab in den Warenkorb und am nächsten Tag zuhause. Wenn ich für jedes Teil in die Stadt muss oder wahrscheinlich in die nächste Großstadt muss - würde ich all die Dinge auch noch kaufen? Würde ich die Mühe auf mich nehmen und tatsächlich für alles losrennen? Oder verzichte ich dann lieber? Aus Bequemlichkeit oder weil ich es wirklich nicht benötige?

5. Mein Wollestreik geht natürlich auch weiter :) Ich habe ja noch bis Ende August, werde danach aber auf jeden Fall weitermachen.
Ausnahmen:
- Ich benötige Wolle für ein angefangenes Projekt, weil die vorhandene nicht ausreicht
- Ich habe ein fixes Projekt, welches dann aber sofort fertiggestellt werden muss und kein UFO werden darf.

6. Und noch ein kleineres Projekt für mich: Ich möchte mehr Sachbücher lesen. Also muss ich nun jeden Monat mindestens ein Sachbuch lesen :)
Auch hier bin ich ein großer Horter und Sammler. Und die Sammlung soll nun abgebaut werden. Ob ich die Bücher alle nach dem Lesen weggebe oder das ein oder andere behalte werde entscheide ich dann nach dem Lesen.


Und die Ziele daraus? 

Ich möchte gerne loslassen lernen ... von den Gedanken wegkommen dass ich das alles brauche und eigentlich liegt es doch nur in der Ecke rum ... mich mit dem Krempel nicht mehr belasten ... einfach leichter leben.

Weniger Krempel, natürlich kein Extrem-Minimalismus sondern eine Wohlfühloase für mich. Ich mag es nicht, wenn jede freie Fläche zugestellt ist, man keine Wände mehr sehen kann und alles einen nur noch einengt. Ich möchte mal einen Schrank aufmachen können und es ist Platz vorhanden. Die Teile stehen nebeneinander und nicht übereinander.
Mich regt es so oft auf, dass ich immer erst wegräumen muss, weil ich natürlich genau das unterste Teil benötige :)

Tja, das ist mein zweites Halbjahr und mal sehen, was daraus wird.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Restsonntag. Ich werde nun auf die Couch gehen und mich um mein Wochenprojekt kümmern. Mehr dazu dann morgen,
 liebe Grüße Ute


Dienstag, 30. Juni 2015

Entrümpeln

Hallo Zusammen,

am Wochenende habe ich angefangen und ich muss gestehen noch ziemlich ziellos einiges aussortiert, entsorgt oder zum Kauf oder Tausch eingestellt.

Es ist erschreckend, was sich so an manchen Ecken ansammelt. Ein Beispiel gefällig?
Ich nehme ja öfters mal an verschiedenen Sportveranstaltungen statt, sei es Laufen oder Triathlon. Und bei diesen Veranstaltungen gibt es natürlich auch immer einige Goodies. Diese Goodies sind bei mir in einer großen Kiste, welche unten im Kleiderschrank steht, gesammelt worden.
Allein aus dieser Kiste habe ich insgesamt 22 Teile entsorgt - Schweißbänder, Armbänder, aufblasbare Klatscher usw. Habe ich nie gebraucht und werde ich auch nie brauchen :)

Und weil ich schon mal am Kleiderschrank war, habe ich den auch sofort umgeräumt. Ich habe hier im Internet ein paar Tipps gelesen, wie man seinen Kleiderschrank gut entrümpeln kann und ein Tipp gefiel mir besonders gut. Ich habe nun bei alle Blusen und Hosen den Kleiderbügel "verkehrt" herum auf die Stange gehängt.

Und nun werden von allen Klamotten, die man anzieht, die Bügel wieder richtig herum gehangen und so kann man schnell herausfinden, welche Sachen man tatsächlich anzieht und welche nur Platz weg nehmen.
Bei mir hängen einige Bügel schon wieder richtig herum, da ich am Wochenende gewaschen und gebügelt habe konnte ich die Klamotten auch direkt richtig aufhängen :)

Und wenn wir schon mal dabei sind, mein Kleiderschrank ist in dem Bereich Hosen/Röcke und Blusen wirklich prall gefüllt - und dabei hängt nicht alles *schäm*


In einem halben Jahr werde ich nun neue Fotos machen. Mal sehen, wie sich die Unordnung verändert hat.
Aussortiert habe ich aus dem Schrank am Wochenende:
4 Kappen
2 Strickjacken
2 Shirts
1 Schwimmbrille

Nach dem Kleiderschrank kam mein Nachtschränkchen dran, da lagere ich alle meine Arzneimittel. Da gab es auch direkt den Rundumschlag und nun ist wieder richtig schön Platz.

Und aus dem Bücherregal durften noch weitere 10 Bücher und 4 Kochbücher gehen. Ja, es passiert nur Etappenweise, ein Regalboden nach dem anderen :)

Beim Kochen habe ich dann mal flüchtig in die ein oder andere Schublade geschaut und auch da direkt 3 Plastikdosen und einige Putzlappen entsorgt.

Und zum guten Schluss habe ich noch 5 Stränge Wolle verkauft.

Das Wochenende war also sehr erfolgreich beim Starten in meine Entrümpelungsaktion. Ich hoffe, dass es so bleibt.
Für die nächsten 3 Monate habe ich mir nun erstmal ein Bestellverbot im Internet auferlegt. Ich habe da ja immer sehr schnelle Klickfinger :) Wenn ich etwas brauche, muss ich es nun direkt vor Ort kaufen. So überlege ich es mir sicher sehr genau, ob es wirklich wichtig ist und angeschafft werden muss!

Ich wünsche Euch noch eine schöne sonnige Woche - es soll ja super heiß werden.
Liebe Grüße Ute

Freitag, 26. Juni 2015

Wattenmeer, Entrümpeln, Minimalismus?



Hallo Zusammen,

diesen Monat habe ich natürlich weiter fleissig an meinem Wattenmeer gestrickt und was soll ich sagen? Sie wird dieses Wochenende fertig werden und ich freue mich darauf. 

Eigentlich war sie ja schon fast fertig. Ich hatte sie zusammengenäht und die Ärmel eingesetzt und dann kam der große Moment: 

Die Anprobe
… tja und das war es dann. Da habe ich dann gemerkt, dass ich dummerweise die Ärmel zu lang gestrickt hatte. Ich hatte nämlich ganz einfach mal vergessen die Ärmel anzuprobieren bevor ich sie angenäht habe.

Also konnte ich die Ärmel wieder abtrennen und bis zum Muster aufribbeln. Dann habe ich zwei Mustersätze geribbelt und das glatt rechte Muster wieder angestrickt.
Im Moment liegt der zweite Ärmel zum spannen auf den Matten und ich habe die Knopfleiste schon gestrickt :). Der Rest kommt dann heute Abend und dann gibt es auch Fotos.


Aber es gibt diesen Monat noch einige andere Dinge über die ich nachgedacht habe und die mich immer noch beschäftigen. Jedes Mal wenn ich in meinen Hobbykeller komme erschlägt es mich. Ich habe noch 412 ungelesene Bücher (Romane, Sachbücher habe ich noch nicht gezählt) im Regal stehen, Kistenweise Wolle bzw. angefangene Projekte, ein paar Schubladen voll Stoffe und dann noch der ganze Kleinkram drum herum.

Muss das sein?

Und das ist die Frage, die ich mir schon seit längerem stelle. Benötige ich so viele Sachen? Warum habe ich mir sie irgendwann mal angeschafft? Und nein, ich habe nicht alles gekauft ;) Es gibt genügend Tauschbörsen im Internet wo man alles ertauschen kann. Natürlich habe ich dafür auch etwas abgegeben, nur oft halt auch für ein abgegebenes Teil direkt 2 oder 3 andere Teile erhalten.

Als wir umgezogen sind habe ich mich ja schon von über 1000 Büchern getrennt. Ja, das war ein ziemlich großer Schritt für mich und im ersten Moment auch sehr hart. Aber mit der Zeit habe ich dann gemerkt, dass es auch gut tun kann, wenn man den Ballast loswird. 

Und genau da stehe ich jetzt wieder. Ich möchte Ballast loswerden und habe mit ein paar Büchern angefangen – ist nicht die Welt, aber wer braucht denn tatsächlich über 100 Kochbücher? Klar bin ich immer auf der Suche nach tollen Rezpeten und neuen Gerichten, ich koche und backe ja sehr gerne. Aber ich erwische mich halt immer mehr dabei, dass ich dafür nicht mehr ins Buch schaue sondern ins Internet. Also reichen da nicht nur so 5 Kochbücher?

Und die anderen Bücher? Ich lese unheimlich gerne, Krimis, Thriller, Romane, immer her damit. Und das machen die Leutchen auch – sehr gerne geben viele ihre Bücher bei mir ab. Und ich kann natürlich nicht nein sagen :). Die Frage ist nur, wie viele dieser geschenkten Bücher habe ich tatsächlich gelesen? Welche haben denn meinen Geschmack getroffen? Beim Aussortieren für den Umzug sind die geschenkten Bücher fast alle ungelesen zum Bücherhof gebracht worden. Warum also soll ich die Bücher annehmen? 

Ebenfalls frage ich mich oft, ob ich es tatsächlich brauche, die Bücher zu besitzen. Oder reicht es nicht auch diese aus der Bücherei auszuleihen. 

Ich habe auch einen Ebook-Reader und den nutze ich auch sehr oft. Wenn ich unterwegs bin nehme ich immer den Reader mit, ganz selten ein „tatsächliches“ Buch. Und mit der Anmeldung in der Bücherei kann ich bei uns auch Online meine Bücher für den Reader ausleihen. Da komme ich dann auch an viele Neuerscheinungen.

Einen weiteren großen Schritt habe ich bei meinen ganzen Handarbeitsprojekten und UFOs gemacht. Ich habe aussortiert! Na gut, soviel ist es noch nicht, aber ich arbeite daran :)

Ich habe mir meine 63 UFOs und Projekte einmal genau angeschaut und ein paar aussortiert, geribbelt und die Projekte aufgelöst. 

Klar sehen Armstulpen super aus, aber ich habe noch nie welche getragen. Warum bin ich nur auf die Idee gekommen, dass ich jetzt unbedingt welche brauche und habe dann auch noch 6 verschiedene angestrickt? Kann mir bitte mal jemand kräftig in den Hintern treten und ein wenig Verstand rüberschicken? Und warum habe ich einen Schal aus Flauschwolle angefangen? Ich hasse Flauschwolle und kann die eh nicht tragen.

So, für den Anfang reicht meine Überlegung erstmal aus. 

Ich habe direkt angefangen und folgendes ist aussortiert und wird verkauft oder vertauscht / verschenkt / entsorgt, je nachdem wie der Zustand ist:

11 Bücher
32 Kochbücher
2 Hörbücher
7 Handarbeitsprojekte

Ich denke, ich werde mir mal selber ein paar Regeln überlegen müssen, wie ich diesen ganzen Konsumrausch eindämmen kann. Es bringt mir nichts, wenn ich alles haben muss, aber es überhaupt nicht brauche :)

In den nächsten Tagen werde ich mich auch noch mal gedanklich mit meinem Kleiderschrank, meiner Küche und vor allem auch mit meinen Unterlagen, Zeitschriften, etc. beschäftigen. Und mit der großen Frage wieviel Minimalismus in mir steckt.

Aber erstmal reicht es :)
Liebe Grüße Ute